Biokompabilität

Als biokompatibel (griechisch: Bios = Leben und kompatibel = verträglich) bezeichnet man Werkstoffe, die keinen negativen Einfluss auf Lebewesen in ihrer Umgebung haben. Besonders relevant ist die Biokompatibilität von Kronen- und Brückenmaterialien, Füllungsstoffen und Implantaten, da diese sich für einen langen Zeitraum in direktem Kontakt zu einem Lebewesen befinden. Zur Prüfung der Biokompatibilität werden verschiedene Substanzen, Materialien und Implantate in Laborversuchen auf ihre Verträglichkeit im menschlichen Körper überprüft.

Dies kann auch durch bioenergetische Methoden weiter verfeinert werden.


Unterteilung der Biokompatibilität:

  1. Biotolerant: Diese Produkte lassen eine Verweildauer des Medizinproduktes im Körper von Monaten bis mehreren Jahren zu. Sie sind nicht bioaktiv und nicht langfristig bioinert. Langfristig bedeutet, dass es keine Zersetzung, keine Zellveränderung und keine toxische Wirkung in der Einsatzzeit (im Organismus) gibt.
  2. Bioinert: Es kommt zu keiner chemisch und/oder biologischen Wechselwirkung. Dies ist nicht ganz zu erreichen, da eine Wechselwirkung zwischen dem Produkt und dem Gewebe auftritt. Wenn diese jedoch hinreichend gering ist, so dass es zu keiner Zeit zu einem Übersteigen der Grenzwerte kommt, spricht man von einem bioinerten Werkstoff. Ganzheitlich gesehen ist dies dann bedenklich, wenn trotz der geringen Wirkung eine Herderkrankung daraus resultiert. Es werden keine toxischen Substanzen freigesetzt. Zu dieser Klasse zählen einige Keramiken, Kunststoffe und die meisten Metalle.
  3. Bioaktiv: In der Endoprothetik versteht man unter „bioaktiv“ die Reaktion eines Knochens auf das Implantat, welche eine Adhäsion vom Knochen an der Grenzschicht zum Implantat zulässt. Dies kann durch eine Beschichtung erreicht werden. So kann ein bioinerter Werkstoff durch Beschichtung bioaktiv werden. Diese chemische Verbindung ist stoffschlüssig und lässt im Vergleich zu bioinerten Werkstoffen die Übertragung von Zugbelastungen zu. Diese Beschichtungsmaterialien können unter Umständen Körperreaktionen auslösen.


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