Amalgam - Ausleitung, Sanierung

Amalgamfüllungen aus ganzheitlicher Sicht

1831 wurde das Alloy (Legierungsgemisch) Amalgam als Behandlungsmöglichkeit von kariösen Zähnen vorgestellt. Die Mischung aus Quecksilber und gefeilten Silbermünzen wurde von zwei Brüdern in Frankreich entwickelt und von Zahnärzten in Amerika eingesetzt. Bald traten die noch heute bekannten Nebenwirkungen ein und das Material wurde verboten und deren Anwender als Quacksalber bezeichnet.

Nach einem etwa 25-jährigen Streit setzte sich Amalgam als Füllungsmaterial durch und wurde von American Dental Association gefördert. Seither wird das Material eingesetzt.

Ein generelles Verbot ist mittlerweile in einigen Ländern erfolgt. In unserer Zeit wird von der Standesorganisation SSO vom Einsatz von Amalgam bei Kindern und Schwangeren abgeraten.

Was nicht verständlich ist, dass Zahnarztpraxen in der Schweiz heute aus Umweltschutzgründen durch den Staat sinnigerweise gezwungen werden, alles aus den Zähnen heraus gebohrte Amalgam in Spezialgefässen als Sondermüll zu entsorgen, während im Munde dadurch keine Probleme verursacht werden sollen. Aus diesem Grunde allein schon verwenden wir in unserer Praxis kein Amalgam. Wir wollen unsere Umwelt und Ihre Gesundheit schützen.


Symptome
einer „Amalgam-Nebenwirkung“ können sein:

  • Schwächegefühl, Müdigkeit, Konzentrationsschwäche
  • Kopfschmerzen, Unruhe, Reizbarkeit, Depression
  • Zittern, Schwindel
  • Rezidivierende Entzündungen der Schleimhäute
  • Metallgeschmack im Mund, Appetitlosigkeit
  • Therapieresistenz, rheumatische Störungen
  • Chronische Magen-Darmstörungen 

Viele dieser Symptome sind unspezifische Beschwerden, die auch eine andere Ursache haben können. Dies muss in einer gewissenhaften Diagnostik abgeklärt werden.

In unserer Praxis bieten wir folgende Diagnosemöglichkeiten an:

   · Lymphozytentransformationstest (LTT):
Nach einer Blutabnahme werden die Typ IV Allergien gegen zahnärztliche Materialien diagnostiziert. Die Aussage ist sehr genau.

   · Quecksilbermessung im Blut und Urin/Stuhl:
Hier ist genau diagnostizierbar, ob Quecksilber in den Organismus eingedrungen ist, und ob es wieder ausgeschieden werden kann.

Bei Unklarheiten können auch bioenergetisch-physikalische Methoden zum Einsatz kommen.

Diese Testmethoden werden derzeit von den gesetzlichen Versicherungen nicht übernommen. Bei Zusatzversicherungen empfehlen wir eine vorherige Abklärung der Kostenübernahme.

Es müssen durch eine Amalgambelastung nicht zwingend Krankheitssymptome hervorgerufen werden (Amalgamkrankheiten). Die Belastung erhöht jedoch die Wahrscheinlichkeit, dass in absehbarer Zeit – sei es durch ungesunde Lebensweise oder andere belastende Faktoren – Beschwerden bis zum krank sein auftreten.

Die Diagnostik der Ausscheidungsfähigkeit von Metallen ist bei existierenden gesundheitlichen Beschwerden empfehlenswert, um keine weiteren Beschwerden zu verursachen.

Therapiemöglichkeiten:

Die Behandlung gesundheitlicher Beeinträchtigungen durch Amalgamfüllungen erfordert meist das restlose Entfernen sämtlicher Amalgamfüllungen aus den Zähnen. Bei gesundheitlichen Beschwerden reicht jedoch das Ausbohren für sich nicht aus, es muss therapeutisch begleitet werden.  

3-Phasen-Behandlung:

a) Überprüfung/Aufbau des Organismus: Ein gesunder Organismus ist jedoch gut in der Lage selbständig zu regulieren und zu entgiften. Ist diese Regulationsfähigkeit gestört, dann kann diese durch verschiedene Therapien angeregt werden.

b) Schutzmassnahmen während der Sanierung: Das Entfernen von Amalgamfüllungen sollte nur unter Anwendung von Kofferdamm oder Clean-Up und Sauerstoffgabe erfolgen. Die zusätzliche Spülung und das Schlucken von Selen von dem Ausbohren schützen den Verdauungstrakt. Nach dem Ausbohren wird nochmals mit Selen gespült.

Entfernen einer tiefen Amalgamfüllung mit Spurenelementen:

Selen: Selen geht mit Quecksilber eine chemische Verbindung ein und inaktiviert dieses. Da es im Rahmen einer Quecksilberbelastung zu Selenmangel kommen kann, ist es sinnvoll während der Entgiftung ein Selen-Präparat unter ärztlicher Anleitung einzunehmen.

Zink: Zink ist als essentielles Spurenelement für viele Enzyme notwendig. Es hat auch Bedeutung bei der Aufnahme, Verteilung und Ausscheidung von Quecksilber. Es wird wie das körpereigene Selen durch Quecksilber dem Organismus entzogen. Eine ausreichende Zufuhr über Nahrungsmittel (Meeresfrüchte, Soja, Spinat, Sonnenblumenkerne, Milch, Eier) oder unter ärztlicher Anleitung mit einem Präparat kann sinnvoll sein.

Weiterführende Behandlung:

Vitamine: Besonders Vitamin C und E schützen gegen die schädigenden Wirkungen des Quecksilbers und stärken und unterstützen den Organismus während der Entgiftung.

Glutathion: In schweren Fällen empfiehlt es sich, die Behandlung mit Glutathion-Infusionen zu
begleiten.

DMPS: Als Komplexbildner ist DMPS nur in sehr heftigen Vergiftungsfällen auch als Therapie ange-zeigt. Es bedarf einer sehr genauen ärztlichen Begleitung mit Blutanalysen, um Ungleichgewichte von Metallen ins Blut zu vermeiden.

Die Homöopathie bietet sehr gute Möglichkeiten zur Behandlung von Amalgambelastungen.

In der Phytotherapie (Pflanzenheilkunde) gibt es mit den Algen Chorella und Spirulina sowie mit Koriander und Bärlauch entsprechende Hilfsmöglichkeiten.

Eine Amalgamschädigung kann lange Zeit nachwirken. In den meisten Fällen tritt jedoch innerhalb kürzester Zeit eine deutliche Besserung der Symptome ein.


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